Anbindungen im Einzelnen Webex Calling
Wer Ihre Leitung liefert, ändert nichts
Die häufigste Frage im ersten Gespräch ist nicht, welches CRM wir anbinden. Sie lautet: „Geht das auch mit unserem Telefonanbieter?"
Die Antwort ist kurz, und sie klingt zu einfach: Der Anbieter kommt in unserem Weg gar nicht vor.
Wo die Kachel zuhört
Haus iT Caller ID ist eine App im Webex-Client – in der Seitenleiste, neben dem Gespräch. Sie hört auf ein einziges Ereignis, das der Client selbst meldet: `sidebar:callStateChanged`. Darin steht, dass ein Anruf beginnt, und die Nummer der Gegenstelle.
- Das Telefon klingelt Eingehender Anruf
- Webex meldet die Rufnummer
- Haus iT Caller ID vereinheitlicht sie
- Ihr CRM oder ERP schlägt nach Ihre Kundendaten bleiben hier
- Die Seitenleiste nennt den Anrufer
Vor diesem Ereignis liegt die ganze Welt der Telefonie: Leitungen, Rufnummernblöcke, SIP-Verbindungen, Vertragspartner. Nach ihm liegt unsere Arbeit. Die beiden berühren sich nicht.
Wer Webex Calling liefern kann – vier Wege
Webex Calling ist die Telefonanlage. Den Weg ins öffentliche Netz liefert nicht immer Cisco. Cisco selbst unterscheidet vier Möglichkeiten:
- Cisco Calling Plans – Cisco ist selbst der Carrier.
- Cloud Connected PSTN – ein von Cisco zertifizierter Anbieter; Cisco spricht von Diensten in „über 65 Ländern".
- Local Gateway – nach Ciscos eigenem Wortlaut lässt sich damit „praktisch jeder PSTN-Anbieter der Welt" verwenden.
- Webex für Placetel – ein eigenes Produkt auf Webex-Grundlage.
Der dritte Punkt ist der entscheidende. Wenn sich praktisch jeder Anbieter anschließen lässt, ist eine Liste der unterstützten Anbieter sinnlos – sie wäre nie vollständig und würde ständig altern. Genau deshalb führen wir keine.
Die Länder, in denen Cisco selbst der Carrier ist
Aus Ciscos Hilfeseite zu den Calling Plans, Stand 5. August 2026, wörtlich: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Polen, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich – dazu USA, Kanada, Australien und Neuseeland.
Österreich und Spanien stehen nicht darin. Das heißt nicht, dass Webex Calling dort nicht geht – es heißt, dass Cisco dort nicht selbst die Leitung verkauft. Der Weg führt über einen zertifizierten Anbieter oder ein Local Gateway. Für die Anrufererkennung ändert sich dadurch nichts.
Die Probe aufs Exempel: 22 Sprachen, 26 Länder
Unser Portal spricht 22 Sprachen. Wir haben die zugehörigen Länder gegen Ciscos offizielle Liste gehalten, in welchen Ländern Webex überhaupt verkauft werden darf.
Der eine fehlende Eintrag ist Russland. Ciscos Aufzählung führt Albanien, Georgien, Moldawien, die Türkei und die Ukraine – Russland nicht. Wir können dort nicht verkaufen, weil Cisco es nicht kann.
Die russische Oberfläche bleibt trotzdem. Russisch ist nicht die Sprache eines Landes, sondern die von Menschen – in Riga, in Kiew, in Berlin. Wer in Deutschland arbeitet und Russisch als Muttersprache spricht, soll seine Kachel auf Russisch lesen können.
Der beste Beweis kam ungefragt
Unsere eigene Plattform läuft auf Placetel. Deren Besitzverhältnisse in Kurzform: 2013 kauft BroadSoft Placetel. 2018 kauft Cisco BroadSoft – Placetel wird Cisco. 2024 verkauft Cisco Placetel an Gamma Communications, ein britisches Haus.
Unter unserem Produkt hat der Carrier also den Eigentümer gewechselt. An der Anrufererkennung musste dafür keine Zeile geändert werden. Wer seine Erkennung an eine Funktion des Carriers gebunden hätte, hätte an dieser Stelle ein Projekt gehabt.
Wo es nicht funktioniert
Diese Zusage hat eine Grenze, und sie kostet uns Geschäft: Der Anruf muss im Webex-Client ankommen.
Wer Webex nur für Besprechungen und Nachrichten benutzt und daneben eine eigene Telefonanlage betreibt, bekommt das Ereignis nicht – dann klingelt es an einem Gerät, von dem der Client nichts weiß. Für diesen Fall gibt es TAPI, und dafür gelten andere Voraussetzungen: ein Treiber, ein Rechner, eine Firewall, die mitspielt.
Das ist auch der Unterschied zu einer klassischen CTI-Kopplung. Eine Anbindung an eine bestimmte Telefonanlage muss je Anlage gebaut und je Version nachgezogen werden. Eine App im Webex-Client wird einmal gebaut.
Die Frage, die stattdessen zählt
Nicht: „Mit welchen Carriern arbeitet ihr?" Sondern: „Klingelt es im Webex-Client?" Wenn ja, ist die Telefonseite erledigt, und es bleibt genau eine Aufgabe – Ihr CRM ans Portal anzuschließen. Das ist die Seite, an der es interessant wird.
Häufige Fragen
Funktioniert die Anrufererkennung mit meinem Telefonanbieter?
Ja. Haus iT Caller ID hört auf ein Ereignis des Webex-Clients (sidebar:callStateChanged) und nicht auf die Telefonanlage oder den Carrier. Wenn der Anruf im Webex-Client klingelt, wird er erkannt – gleich, wer ihn transportiert hat.
Wer kann Webex Calling in Deutschland liefern?
Cisco selbst über Cisco Calling Plans; ein zertifizierter Anbieter über Cloud Connected PSTN; jeder beliebige Anbieter über ein Local Gateway; oder Webex für Placetel. Cisco nennt Deutschland ausdrücklich in seiner Calling-Plan-Länderliste.
Und in Österreich, der Schweiz, Spanien und Frankreich?
Schweiz und Frankreich stehen in Ciscos Calling-Plan-Liste, Österreich und Spanien nicht. Dort führt der Weg über einen zertifizierten Anbieter oder ein Local Gateway – Cisco schreibt dazu, damit lasse sich „praktisch jeder PSTN-Anbieter der Welt" verwenden. Für die Anrufererkennung macht das keinen Unterschied.
Muss ich meinen Anbieter wechseln?
Nein. Es gibt nichts einzurichten, was den Carrier betrifft: keine Weiterleitung, keine SIP-Verbindung, keinen Eintrag in der Anlage. Eingerichtet wird nur der Zugang zu Ihrem CRM.
Wann funktioniert es nicht?
Wenn der Anruf nicht im Webex-Client ankommt. Wer Webex nur für Besprechungen und Nachrichten nutzt und daneben eine eigene Telefonanlage betreibt, bekommt das Ereignis nicht. Dann ist TAPI der andere Weg – und dafür gelten andere Voraussetzungen.
Werden Gesprächsinhalte verarbeitet?
Nein. Verarbeitet wird die Rufnummer der Gegenstelle, um sie in Ihrem CRM nachzuschlagen. Keine Aufzeichnung, keine Mitschrift, keine Inhalte.